Fichtennadeltee ist ein Aufguss aus frischen Nadeln von der Fichte, der traditionell als wohltuendes Hausmittel bei Husten und Erkältung getrunken wird. Solch ein Tee kann aber auch mit Nadeln von Tanne, Kiefer oder Douglasie gemacht werden. Ihr Aroma unterscheidet sich leicht, doch ihre ätherischen Öle entfalten alle eine ähnliche Wirkung. Mit nur wenigen Nadeln, lässt sich daraus ganz einfach ein Nadelbaumtee zubereiten. Wenn im Winter die Tage kürzer werden und die ersten Erkältungsviren ihre Runde machen, tut ein solcher warmer Tee oft besonders gut. Neben den bekannten Kräutertees aus der Hausapotheke gibt es auch im Wald eine kleine Helferin: die Fichte. Fichtennadeltee gegen Husten ist ein altes Hausmittel, das den Hals beruhigen und die Atemwege wohltuend unterstützen kann. Welche Inhaltsstoffe dafür verantwortlich sind, erfährst du im Beitrag „Tanne, Fichte, Kiefer & Douglasie unterscheiden – welche Nadeln du verwenden kannst„. Dort erfährst du auch, wie du ganz leicht die üblichen Nadelbäume von der giftigen Eibe unterscheiden kannst.
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Auf einen Blick:
| Getränk: Fichtennadeltee (Nadelbaumtee) | Zubereitungszeit: ca. 15 Min. (10 Min. ziehen) |
| Zutaten: frische Nadeln, heißes Wasser, optional Honig | Nadeln: Fichte, Tanne, Kiefer oder Douglasie, niemals Eibe |
| Traditionell bei: Hustenreiz, gereiztem Hals | Tipp: nicht kochend übergießen (Vitamin C) |

Zutaten für den Nadelbaumtee
- 1-2 dünne Fichtenäste
- 250 ml heißes Wasser
- nach Bedarf Honig und Zitronensaft
Fichtennadeltee selber machen – Schritt für Schritt
- Nadeln vorbereiten
Nadeln oder kleine Ästchen von sauberen, ungespritzten Bäumen sammeln, kurz abbrausen und etwas zerkleinern.
- Wasser erhitzen
Das Wasser erhitzen (heiß, aber nicht sprudelnd kochend).
- Tee aufgießen
Mit 250 ml heißem Wasser (nicht kochend) aufgießen.
- Ziehen lassen
10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen.
- Aufhübschen oder ergänzen
Du kannst den Tee bei Bedarf mit Zitronensaft und Honig abschmecken.
Tipp: Nicht sprudelnd kochend übergießen, so bleibt mehr vom hitzeempfindlichen Vitamin C erhalten.
Welche Nadeln eignen sich – und welche sind giftig?
Verwende nur Nadeln von Fichte, Tanne, Kiefer oder Douglasie, niemals die giftige Eibe. Die Nadeln der Fichte sitzen einzeln und pieksen, die Nadeln der Tanne sind weicher, flacher und haben zwei helle Streifen auf der Nadelunterseite. Wie du alle Nadelbäume sicher unterscheidest, liest du hier: Welche Nadeln kann ich verwenden?
Manchmal genügt ein ruhiger Moment und eine dampfende Tasse Tee
Oft sind es die einfachen Dinge aus der Natur, die uns besonders guttun. Ein paar frisch gesammelte Fichtennadeln, heißes Wasser und ein wenig Zeit. Mehr braucht es nicht für eine Tasse wohltuenden Waldtee. Wenn der Duft der Nadeln aus der Tasse aufsteigt, erinnert er fast an einen Spaziergang durch den Winterwald. Und vielleicht spürst du dabei nicht nur, wie sich dein Hals beruhigt, sondern auch, wie ein kleines Stück Natur und Ruhe in deinen Alltag zurückkehrt. Möchtest du die Anleitung als PDF für deine Sammlung? Dann schreibe mir eine Mail mit Betreff „Fichtennadeltee“ an contact@wildkrautbraut.de und ich lasse es dir zukommen.
Ebenso wirksam ist auch ein Tee aus Gänseblümchen, deren Schleimstoffe sich auf den gereizten Hals legen. Weitere Waldrezepte findest du, wenn du folgenden Links folgst:
- Fichtennadel Badesalz selber machen
- Tannennadel-Likör selber machen
- Nadel-Glühwein Rezept
- alkoholfreier Punsch mit Fichtennadeln
- Nadel-Pulver selber machen
- Kräuterbutter aus Nadelpuver
- Kräutersalz mit Tannenbaumnadeln
- Räuchern mit Tannenbaumnadeln
Darüber hinaus findest du weitere DIY-Inspiration bei 101 Verwendungsmöglichkeiten für Wildkräuter und -früchte. Schau mal rein.
Häufige Fragen zum Fichtennadeltee
Traditionell wird er als wohltuendes Hausmittel bei Hustenreiz und gereiztem Hals getrunken. Viele (ich eingeschlossen) empfinden ihn als angenehm beruhigend. Ein Heilmittel ist er nicht; bei anhaltenden Beschwerden zum Arzt.
Fichte, Tanne, Kiefer oder Douglasie von sauberen, ungespritzten Bäumen, niemals Eibe, sie ist giftig.
Besser nicht sprudelnd kochend übergießen, sonst geht das hitzeempfindliche Vitamin C verloren. Heißes, kurz abgekühltes Wasser reicht.
Grundsätzlich ganzjährig. Die jungen, hellgrünen Triebe im Frühjahr schmecken besonders mild und zitronig.
In Schwangerschaft und bei kleinen Kindern vorher ärztlich abklären. Bei Fieber oder Atemnot gehört der Husten in ärztliche Hand.
Grüne Grüße
Inga
Bilder
Die Rezeptgrafik habe ich selbst erstellt und darf nur nach Absprache und mit meiner Zustimmung verwendet werden.
