Besser spät als nie gibt es auch heute wieder einen Einblick in meinen 12. des Monats, getreu dem Motto von Carolin von www.draußennurkaennchen.blogspot.com. Dieses mal war es etwas kniffelig, 12 Bilder über den Tag verteilt zusammen zu bekommen, denn ich war anfangs digital unterwegs und busy und am Nachmittag habe ich schon angefangen am offenen Feuer das Abendbrot zuzubereiten. Dabei war ich natürlich mehr mit dem Tun beschäftigt, als mit dem Handy in der Hand schöne Momente einzufangen. Zusammengefasst begann mein Tag also digital und endete urig. Trotzdem, wie immer, ganz nach meinem Geschmack. Auf jeden Fall war wieder ganz viel Grün dabei. Nicht unbedingt in Fotos eingefangen, aber im Herzen.
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1/12 Am Morgen gleich Erfolge gefeiert
Heute startete mein Tag ungewöhnlich digital. Eigentlich hasse ich es, ständig am Handy zu hängen aber gerade am Wochenende finde ich nur morgens im Bett die Zeit, meine Accounts zu checken, ob es neue Mails oder Kommentare zu beantworten gibt. In der Woche habe ich genügend Zeit dafür, wenn alle aus dem Haus sind. Am Wochenende bleibt mir nur die Zeit, wenn mein Traumprinz, ich nenne ihn auch Frühstücks-Guru, das Frühstück für alle vorbereitet. Der Rest des Tages soll dann von und ganz der Familie vorbehalten sein. Also checkte ich erstmal mein Handy und wurde von der freudigen Botschaft empfangen, dass sich auf Instagram wieder 19 neue Follower eingefunden haben. Schöner kann ein Tag doch nicht starten, oder?

2/12 Die Clique
Ich hatte bereits in meinem „Monatsrückblick August 2026 – Weniger, aber wahrer“ davon erzählt, wie ich zu „Die C-l-i-q-u-e“ von Instagramerin Syl Gervais gekommen bin. Ausgerechnet ich, die sich mit dem Netzwerken so schwertut, habe im letzten Monat nämlich ein ordentliches Netz geknüpft. Mein bisher stärkstes, ein Frauennetzwerk. Über das ganze Thema habe ich sogar einen eigenen Beitrag geschrieben: Frauensolidarität. Und ich merke: Da wächst gerade etwas. Kein lautes, großes Netzwerk, sondern viele feine Fäden, die sich langsam verbinden. Für jemanden, der Netzwerken nie gelernt hat, fühlt sich das an wie ein kleines Wunder. Nun habe ich die Gelegenheit ergriffen und in meiner digitalen Stunde auf der Cliquen-Plattform um die Teilnahme an meiner neuen Umfrage gebeten. Denn wer kennt sie nicht, diese Zweifel, die einen beim Sammeln beschleichen: „Ist das wirklich die Pflanze, für die ich sie halte. Mist ich habe mein Bestimmungsbuch nicht dabei. Ganz sicher bin ich mir nicht, nicht, ob sie nicht doch der giftige Doppelgänger ist. Wie waren die Bestimmungsmerkmale nochmal?“ Ob Anfänger oder Profi. Ich würde behaupten, dass jede/r schon einmal ähnliche Zweifel beim Sammeln hatte. Das möchte ich genauer wissen und würde mich daher über rege Teilnahme an meiner Umfrage auf der Plattform Tally freuen. Mach auch du mit!!

3/12 Ausgiebiges Wochenendfrühstück
Ich liebe es ja am Wochenende ausgiebig mit der Familie zu frühstücken. Insbesondere, weil sich mein Traumprinz immer etwas besonderes einfallen lässt, oder wir immer eine besondere selbstgemachte Marmelade (wie z.B. auch mal Hopfen-Gelee) auf dem Tisch zu stehen haben, diesmal Aronia-Pfirsich, Aronia-Traube und Pfirsich-Basilikum. Aronia-Beeren und Pfirsiche hat mein Traumprinz von der Arbeit mitgebracht. Dort hat sich rumgesprochen, dass wir fast alles nehmen, was andere zu viel oder übrig haben, daher findet sich immer etwas zu ausprobieren und experimentieren. Leider können wir gar nicht so viel essen, wie wir herstellen. Unsere Kellerregale sind gut gefüllt. Bevor wir eine Sorte vollständig aufbrauchen können, schiebt schon die nächste nach. Zu Geburtstagen und an Feiertagen sind daher auch schon unsere Geschenktüten mit Marmeladen und Selbstgemachtem ein heiß erwartetes und beliebtes Mitbringsel, oder mein Traumprinz bringt unsere Kreationen mit zur Arbeit und verteilt großzügig. Was zu uns kommt, geben wir also auch großzügig zurück. Daher immer wieder danke an alle edlen Spender. Ihr seid unbezahlbar!

4/12 Ab in die Gartensparte
Und kaum haben wir uns den letzten Bissen des Frühstücks genüsslich einverleibt, ging es auch schon zu den Schwiegereltern in die Gartensparte, denn heute ist ein besonderes Abendmenü geplant. Dazu auf den folgenden Fotos mehr.

5/12 Frisches Gemüse für die Glut
Wie ich ja schon genau vor einem Monat im 12 von 12 August berichtet habe, hat sich für mich eine Gelegenheit für Kräuterwanderungen und Kochen am offenen Feuer auf dem Gelände Profaris_Fairkostbar ganz in der Nähe in Teltow/Ruhlsdorf ergeben. Zur Vorbereitung meines Kochkurses am offenen Feuer am 11.10.2026 und 18.10.2026 auf dem Gelände von , wollte ich schonmal ausprobieren, wie sich verschiedene Gemüsesorten an und in der Glut verhalten und ob ich sie lieber pur hineingebe, oder in Backpapier und Zeitungspapier umwickelt. Es gab Butternut, Spitzkohl, Rote Bete, Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Paprika und Lauch.
Nun gut, mit der Zeitung war ich etwas zu sparsam. Letzten Endes lag dann alles pur in der Glut. Mit der Zeitung probiere ich dann kommenden Freitag nochmal aus. Alles in Allem aber ein voller Erfolg, mein Traumprinz, mein Glückskind und ich waren ein tolles Team, haben Hand in Hand zusammen alles gedeichselt. Ich habe Learnings daraus mitgenommen, am Freitag wird ein zweites Mal geprobt und im Oktober kommt dann die Kür. Ich bin mehr als guter Dinge, glücklich und zufrieden. Denn es hat allem richtig gut geschmeckt. Alle wollen mehr davon.🥰 Also liebe Kochkursteilnehmer, ihr könnt euch auf ein besonderes Geschmackserlebnis freuen! Hier geht es zur Buchung ->.

6/12 Erstmal Feuerholz besorgen
Bevor es aber losgehen und ich das Gemüse in die Glut legen kann, musste ich erstmal geeignetes Feuerholz zusammensuchen. Da die Gartensparte in den letzten Wochen und Monaten einiges zusammengetragen hatte, musste ich nicht lange suchen. Ich habe genügend geeignete Obstbaum Klötze und andere Laubhölzer gefunden.

7/12 Ein Blick in den florierenden Nachbargarten
Auch bei allem Vorbereitungen blieb Zeit mal kurz den Blick schweifen zu lassen. Z.B. in den florierenden Garten des Nachbarn. So schön!! Der weiß, was er tut.

8/12 Vor dem Feuern erstmal Holz hacken
Da große Klötze schwer brennen, habe ich sie erstmal in gut brennbare Scheite spalten müssen. Mit mäßigem Erfolg… Da musste mir mein Schwiegervater unter die Arme greifen bzw. die Axt für mich schwingen.

9/12 Nein keine Kohle, nur „Kohl“-Gemüse
Hier ein Zwischenstand vom Glutgaren. Die verkohlte äußere Schicht täuscht. Innen drin ist das Gemüse am Ende weich und schmackhaft. Durch das Garen in der Glut hat es aber ein besonderes Aroma. Siehe darauf folgendes Bild.

10/12 Ein Teller voller Kohle? Weit gefehlt
Als dann alles, wie geplant, gleichzeitig fertig wurde, kamen mein Traumprinz und mein Glückskind ganz schön ins Schwitzen. Wenn ich im Kurs mit 10 Leuten koche, werde ich mehr helfende Hände haben. Alles wurde im Wassereimer und auf einem Brettchen von der schwarzen Hülle befreit und das gare Innere freigelegt. Jedes Gemüse hatte einen leicht rauchigen Geschmack, insbesondere der Spitzkohl. Alles sooo lecker und ich habe mich gefreut wie ein Schneekönig, dass bereits beim ersten Versuch, selbst am Feuer zu kochen, alles gut gelungen ist. Bisher habe ich ja an Kursen immer nur Teilgenommen und hatte nur unterstützende Tätigkeiten ausgeführt. Diesmal lag die komplette Verantwortung für das feurige Gemüse in meiner Hand. Ein paar organisatorische Kleinigkeiten, habe ich mir für das nächste Mal gemerkt, müssen besser vorbereitet werden. Insbesondere brauche ich eine gut sichtbare Uhr, um die Zeiten besser im Blick zu haben. Ich habe zum Ende hin alles nach Gefühl aus dem Feuer geholt. Das ein oder andere Gemüse hätte ruhig noch ein paar Minuten länger die Hitze der Glut genießen können. Aber, bis auf die Äpfel, die innen definitiv noch zu fest waren, sind alle unterschiedlichen Gemüse zur gleichen Zeit fertig gewesen. Hätte ich einen Hut gehabt, hätte ich ihn gezogen, in die Luft geworfen und mich tief vor dem Publikum verbeugt. Zum daneben liegenden Fleisch, a la Dönerspieß gleich noch mehr. Das habe ich ebenfalls in der Glut gegart.

11/12 Hackfleisch a la Dönerfleisch gegart
So ganz ohne Fleisch geht, aber mit schmeckt uns ein Menü einfach besser. Abgesehen davon, dass bereits das Gemüse aus der Glut schon ein Highlight war, hatten wir noch eine dünne Schicht Hackfleisch auf einem Stück Backpapier ausgestrichen, dieses dann zusammengerollt und nochmal mit Alufolie umwickelt. Dieses Paket kam ebenfalls für wenige Minuten in die Glut und das Ergebnis war wie immer sensationell. Das Paket wird wieder ausgewickelt und die „Hackfleischplatten“ werden in breite Streifen geschnitten. Bisher haben wir das nur im Ofen gemacht, mein Bauchgefühl hat auch hier den richtigen Moment abgepasst. Es war genau richtig und eine leckere saftige „Beilage“ zum Glut-Gemüse. 🤭Da muss ich gerade schmunzeln, denn normalerweise ist ja das Gemüse die Beilage…

12/12 Auch diesmal keine Aalnacht
Und zum krönenden Abschluss des Tages ging mein Glückskind nach diesem gelungenen Abendmenü in der Dämmerung ans Wasser, um nochmal sein Glück beim Angeln zu versuchen. Auch diesmal wurde es keine Aalnacht. Aber immerhin haben wir gemeinsam Zeit verbracht und gefachsimpelt. Dabei ist dieses wunderschöne Bild entstanden. Die beleuchtete Skyline gegenüber der Potsdamer Dampferanlegestelle spiegelte sich so schön auf dem Wasser, dass dieses eines der schönsten Bilder des Tages wurde.

Wenn ich so auf die zwölf Bilder schaue, muss ich schmunzeln: Am Ende leuchtet alles glutrot: die Flammen, der Abendhimmel überm Potsdamer Hafen. Und trotzdem war es einer der grünsten Tage seit Langem. Denn schau genau hin: Das Feuer nährte sich aus Obstbaumholz, das Gemüse kam frisch von einem Bauern, die Wildkräuter lagen als Deko auf dem Teller, und mein Glückskind saß am grünen Flussufer und wartete auf den Aal, der wieder nicht kam. Das Grün steckte diesmal eben nicht in kräftigen Farbklecksen, sondern in allem, was das Glutrot überhaupt erst zum Leuchten brachte.
Auch wenn der Tag dunkel startete (ich liebe es einfach auf einem dunklen Hintergrund zu lesen) und dunkel endet, so bleibt er mir doch strahlend und in glutrot in Erinnerung. Und trotzdem war er alles in Allem, oder gerade deshalb, ganz und gar grün. Wie war dein 12. September? Digital, analog oder auch irgendwie grün?
Grüne Grüße
Inga
Das hat dir gefallen? Dann schaue dir gerne auch meine anderen 12 von 12 der letzten Monate an:
12. März 2026 – Voller Dankbarkeit
12. April 2026 – Diesmal ein Wechselsonntag
12. Mai 2026 – Momente des Innehaltens
12. Juni 2026 – Zwischen grüner Glückseeligkeit und Glamping
12. Juli 2026 – Fußballnacht und Gartenflucht
12. August 2026 – Zukunftsfroh

