Weihnachtsbaum nutzen: Likör aus Tannennadeln selber machen

Der Duft von Tanne, Fichte und frischem Harz gehört für viele untrennbar zur Weihnachtszeit. Doch auch nach den Feiertagen steckt in den Nadeln dieser Bäume noch erstaunlich viel Aroma. Statt den Weihnachtsbaum einfach zu entsorgen, kannst du seine Nadeln noch nutzen. Die Herstellung eines Likörs aus Tannennadeln bietet eine wunderbare Möglichkeit, den Duft des Waldes einzufangen und in ein besonderes Getränk zu verwandeln. Mit wenigen Zutaten entsteht ein aromatischer Likör, der nicht nur nach Winter und Wald schmeckt, sondern sich auch hervorragend als DIY-Geschenk eignet.

Ein Likör mit Waldaroma

Der Ansatz für einen Fichtennadel-Likör ist erstaunlich einfach und braucht nur wenige Zutaten. Die Nadeln geben ihr Aroma langsam an den Alkohol ab und verwandeln sich nach einiger Zeit in einen wunderbar duftenden Likör mit einem Hauch von Wald und Winter.

Je nach verwendeter Nadelart kann der Geschmack leicht variieren:

  • Fichtennadeln sorgen für eine frische, zitronige Note
  • Tannennadeln wirken etwas milder
  • Douglasiennadeln bringen eine überraschend mandarinige Nuance mit

So entsteht ein Likör, der nicht nur geschmacklich interessant ist, sondern auch eine kleine Erinnerung an Spaziergänge durch den Winterwald erschaffen kann.

Im folgenden Rezept zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Fichtennadel-Likör selber machen kannst.

DIY-Anleitung Nadel-Likör selber machen

Nachhaltige Idee aus Adventskranz oder Weihnachtsbaum

Mit nur wenigen Zutaten lassen sich aus Tannen-, Fichten-, Kiefern- oder Douglasiennadeln wunderbare DIY-Geschenke herstellen, die nicht nur gut riechen, sondern auch nachhaltig sind. Ob aus Resten nach dem Adventskranz-Basteln oder aus dem ausgedienten Weihnachtsbaum nach den Feiertagen, eigentlich gibt es immer einen guten Zeitpunkt, um einen Nadelbaumlikör anzusetzen.

Wenn die Nadeln noch frisch sind und ihr typisches Aroma verströmen, eignen sie sich besonders gut für einen Ansatz. Aber auch nach dem Trocknen enthalten sie noch genügend Geschmack, dass sich ein Ansatz lohnt. Die enthaltenen ätherischen Öle und Harze (mehr dazu bei „Oh Tannebaum – Naturzauber und nachhaltige DIY-Ideen„) verleihen dem Likör später seinen charakteristischen Duft und eine angenehm harzige, leicht zitrische Note. Wenn du also nach einer besonderen Idee suchst, um deinen Weihnachtsbaum nachhaltig zu nutzen, lohnt es sich, einmal Tannennadel Likör selber zu machen.

Fazit

Ein Glas selbst gemachter Tannennadel-Likör konserviert ein Stück Wald und Winter – und erinnert vielleicht noch Monate später an die Zeit, als der Weihnachtsbaum im Wohnzimmer stand und der Duft von Nadeln in der Luft lag. Ob als Absacker nach einem winterlichen Essen oder als liebevoll selbst gemachtes Geschenk: Wenn du einmal Tannennadel Likör selbst gemacht hast, wirst du deinen Weihnachtsbaum danach vielleicht mit ganz neuen Augen sehen.

Möchtest du die Anleitung als PDF für deine Sammlung? Dann schreibe mir eine Mail mit Betreff „Tannennadellikör“ an contact@wildkrautbraut.de und ich lasse es dir zukommen.

Weitere Waldrezepte findest du, wenn du folgenden Links folgst:

Darüber hinaus findest du weitere DIY-Inspiration bei 101 Verwendungsmöglichkeiten für Wildkräuter und -früchte. Schau mal rein.


Bilder

Die Rezeptgrafik habe ich selbst erstellt und darf nur nach Absprache und mit meiner Zustimmung verwendet werden.

Wichtige Hinweise

Jeder Mensch bringt andere Voraussetzungen mit und reagiert auf die Pflanzen die uns umgeben ganz einzigartig. Daher sollten Allergiker besondere Vorsicht walten lassen. Grundsätzlich weise ich daher darauf hin, dass der Genuss von Wildpflanzen bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen können. Wenn du damit noch keine Erfahrung gemacht hast, oder dir unsicher bist, probiere erstmal kleine Mengen aus und beobachte, wie du darauf reagierst. Wenn dein Körper darauf nicht negativ reagiert, kannst du die Portion von Mal zu mal steigern, bis du dir ausreichend sicher sein kannst, dass du diese ganz besondere Pflanze verträgst.

Alle publizierten Inhalte in diesem Artikel sind sorgfältig recherchiert, in meiner Ausbildung zur Kräuterpädagogin erlernt und nur als Anregung und zur Unterhaltung gedacht. Sie können den Arztbesuch nicht ersetzen, den ich bei körperlichen Beschwerden immer empfehle. Kräuter, Bäume und Pilze, die ich hier vorstelle, sammle und verarbeite ich für den Eigengebrauch. Bei Zweifel oder Unsicherheiten rate ich, sich an Experten, gerne an mich, zu wenden oder im Rahmen einer Wildkräuterwanderung unter Aufsicht des Kräuter- und Pilzkundigen zu sammeln. Im Zweifel stehen lassen.

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