Lange Zeit hätte ich dir auf die Frage nach meinem Lieblingsrezept mit Wildpflanzen sofort geantwortet: Omas Holundersuppe mit Apfelstückchen. Dieses Rezept begleitet mich seit meiner Kindheit, ich habe es schon einmal zum Schwarzen Holunder: Heilwirkung und Omas wohltuendes Rezept hier auf dem Blog mit dir geteilt, und es wird auch immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben, da es sich immer noch wie Omas warme Umarmung anfühlt, wenn ich sie nachkoche und mit meiner Familie esse.
Aber: Mein Lieblingsrezept hat sich verändert. Ursprung ist meine Ausbildung zur Kräuterpädagogin 2024. Dort haben wir nicht nur gelernt Kräuter zu bestimmen, sondern auch, wie man sie in Kosmetik, Räucherbündeln oder auch in der Küche verwendet. Dazu haben wir Rezepte meiner Dozentin umgesetzt. Dabei war eine Brennnessel-Tarte, die mich von Anfang an gecatcht hat. Mittlerweile habe ich sie schon öfter gebacken, als ich die Holundersuppe nachgekocht habe. Und das nicht nur, weil sie köstlich schmeckt, sondern weil ich mit diesem Rezept auch meine Familie von der Brennnessel überzeugt habe. Mein Glückskind und mein Traumprinz mögen Brennnesseln nämlich gar nicht. Und trotzdem essen sie meine inzwischen umbenannte Brennnessel-QUICHE mit Genuss. Jedes Mal wieder.
Mach mit bei meiner Blogparade: Dein Lieblingsrezept mit Wildpflanzen, Wildfrüchten oder Pilzen!
Warum die Brennnessel-Quiche jetzt mein Lieblingsrezept ist
Brennnesseln haben in meiner Familie keinen leichten Stand. Als Spinat gekocht und passiert, schmecken sie meinen Jungs zu bitter. Am Ende esse ich den Brennnessel-Spinat alleine. Bitterstoffe sind eben Geschmackssache, und meine Jungs empfindlicher als ich. Genau deshalb war ich umso überraschter, als ich Reste der im Kräuterkurs gebackenen Brennnessel-Tarte mit nach Hause gebracht habe: Parmesan, Schmand und ein Hauch Zitrone verwandeln die Brennnesselspitzen in ein Geschmackserlebnis, das selbst Brennnessel-Skeptiker überzeugt.
Einfaches Rezept: Brennnessel-Quiche

Das Rezept stammt ursprünglich von meiner Dozentin, Anna Schuster von Pimpinella Lab, und hat mich auf Anhieb begeistert. Du kannst es hier finden. Ich habe es leicht abgewandelt und mache es inzwischen regelmäßig mal als Hauptgericht, Mitbringsel für Partys oder als herzhafter Snack beim Picknick. Manchmal mische ich auch andere Kräuter dazu. Letztens habe ich statt Melde Bärlauch hinzugefügt. Ich denke, demnächst werde ich die Melde mal mit Giersch ersetzen. Aber es ist auch egal mit welchen Kräutern, die Quiche ist immer wieder ein Genuss!🥰
Eine Quiche mit Geschichte
Was mir an diesem Rezept besonders gefällt: Es zeigt, dass man Wildkräuter nicht „ertragen“ muss, sondern dass sich mit etwas Kreativität auch hartnäckige Skeptiker überzeugen lassen. Wenn meine Jungs ein Stück Brennnessel-Quiche essen, ohne zu murren, ist das für mich jedes Mal ein kleiner Sieg und ein Beweis dafür, dass Wildkräuterküche nicht nur etwas für eingefleischte Wildkräuterfans ist, sondern in jede Familie passen kann.
Mach mit bei meiner Blogparade: Dein Lieblingsrezept mit Wildpflanzen, Wildfrüchten oder Pilzen!
Dieser Artikel ist mein eigener Beitrag zu meiner Blogparade „Dein Lieblingsrezept mit Wildkräutern, Wildfrüchten oder Pilzen“, die ich am 22. Juni 2026 gestartet habe und die bis zum 2. August 2026 läuft. Ich wollte unbedingt selbst zeigen, wie sich so ein Lieblingsrezept entwickeln und sogar verändern kann und freue mich riesig, wenn du mit deinem eigenen Wildkräuter-, Wildfrüchte- oder Pilzrezept mitmachst!
Alle Infos zur Teilnahme findest du in meinem Blogparaden-Aufruf. Ich bin schon gespannt auf deine Geschichte.
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Bilder
Die Rezeptgrafik wurde von mir selbst gestaltet und darf nicht ohne meine Zustimmung von Dritten verwendet werden.
