Rotklee gehört zu den bekanntesten Heilpflanzen für die Wechseljahre und das aus gutem Grund. Die kleinen rotvioletten Blüten wachsen auf fast jeder Wiese, sind leicht zu sammeln und enthalten wertvolle Isoflavone, die den schwankenden Hormonhaushalt sanft unterstützen können. In meinem Beitrag über Rotklee und Phytohormone habe ich erklärt, warum diese Pflanze so besonders ist. Hier findest du jetzt das passende Rezept: ein einfacher Rotklee-Tee, den du ganz leicht selber machen kannst.
Rotklee Tee selber machen – einfaches Rezept
Rotklee-Tee ist ein Aufguss aus den rotvioletten Blütenköpfen des Rotklees (Trifolium pratense), der wegen seiner Isoflavone (Phytoöstrogene) traditionell zur sanften Unterstützung in den Wechseljahren getrunken wird. Rotklee lässt sich als Aufguss sowohl aus frischen als auch aus getrockneten Blütenköpfen zubereiten. Die Wärme des Tees entspannt, und die Isoflavone des Rotklees entfalten ihre sanfte, ausgleichende Wirkung bei regelmäßiger Einnahme besonders gut. Hier kommt das Rezept:
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Auf einen Blick:
| Was: Rotklee-Tee (Aufguss aus Blütenköpfen) | Zubereitungszeit: ca. 10 Min. ziehen |
| Zutaten: Rotklee-Blüten (frisch oder getrocknet), heißes Wasser | Sammelzeit: Blütezeit Mai–Oktober |
| Anwendung: 1–2 Tassen täglich über mehrere Wochen | Vorsicht: enthält Phytoöstrogene, nicht in Schwangerschaft/Stillzeit; bei hormonsensitiven Erkrankungen ärztlich abklären |

Zutaten für den Rotklee-Tee
- Ca. 6 frische oder 4 getrocknete Rotklee-Blüten
- 250 ml kochendes Wasser
Rotklee Tee zubereiten – Schritt für Schritt
- Tasse füllen
Fülle eine Teetasse mit Blüten vom Rotklee. Da sich Wirkstoffe bei getrockneten Pflanzen konzentrieren, genügt bei getrockneten Rotkleeblüten eine geringere Menge, als bei frischen.
- Wasser erhitzen
Bringe das Wasser zum Kochen.
- Tee aufbrühen
Überbrühe die Blüten mit dem heißen Wasser.
- Ziehen lassen
Lasse alles ca. 10 Minuten ziehen.
- Abseihen und servieren
Blüten abseihen, nach Geschmack mit Honig o.ä. süßen und genügend abgekühlt trinken.
- Kalte Variante
Ein Rot-Klee-Tee wirkt erfrischend und kann auch als Kaltauszug zu einer Limo verarbeitet werden. Dazu die Blüten mit kaltem Wasser übergießen und über Nacht ziehen lassen.
Tipps zur Anwendung von Rotklee Tee
Ein Kräutertee wirkt am besten, wenn er regelmäßig getrunken wird. Eine bis zwei Tassen Rotklee Tee täglich, über mehrere Wochen hinweg, sind sinnvoller als einmaliger Konsum in größerer Menge. Bei Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen ist sinnvoll, dem Tee mindestens vier bis sechs Wochen Zeit zu geben – denn pflanzliche Mittel brauchen etwas mehr Geduld.
Nichtsdestotrotz gilt, wie bei allen Heilpflanzen: Jeder Mensch reagiert anders. Höre gut auf dein eigenes Körpergefühl und nutze Kräuter als sanfte Begleiter. Schwangere und stillende Frauen sollten auf Rotklee Tee verzichten. Bei hormonsensitiven Erkrankungen rate ich dringend vorher ärztlichen Rat einzuholen.
Hilft Rotklee bei Wechseljahresbeschwerden?
Die Isoflavone des Rotklees wirken schwach östrogenartig und können typische Beschwerden wie Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen sanft mildern. Studienlage: unterstützend, aber individuell verschieden. Gib dem Tee 4–6 Wochen Zeit. Bei hormonsensitiven Erkrankungen sowie in Schwangerschaft/Stillzeit ist er nicht geeignet.
Das kleine Farb-Experiment im Rotklee Tee
Wusstest du, dass sich frisch aufgebrühter Rotklee-Tee von gelblich-grün zu rosa verfärbt, wenn du ein paar Tropfen Zitronensaft hineingibst? Das liegt an den enthaltenen Isoflavonen, die auf den pH-Wert reagieren. Ein wunderschönes kleines Experiment – und der Tee ist danach noch genauso lecker und gesund! Gerade bei einem Kindergeburtstag oder Familiennachmittag begeistert das Farbenspiel Groß und Klein.
Weitere Beiträge und Kräuterrezepte für Frauengesundheit, Männergesundheit und Wechseljahre
Rotklee ist eine tolle Pflanze, die im Alltag unterstützend wirken kann – aber er ist nicht allein. Wenn dich das Thema Wildkräuter und Frauengesundheit sowie Männergesundheit interessiert, schau gerne auch in diese Rezepte und Beiträge:
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Fazit: Rotklee Tee als tägliches Ritual in den Wechseljahren
Rotklee-Tee selber machen ist wirklich denkbar einfach – und gleichzeitig eine wunderbare Möglichkeit, die Natur ganz nah in den Alltag zu holen. Die Isoflavone des Rotklees wirken sanft auf den Hormonhaushalt, ohne dabei die Nebenwirkungen synthetischer Hormone zu haben. Eine warme Tasse dieses Rotklee Tees kann mehr sein als nur ein Getränk: ein kleines Ritual der Selbstfürsorge, das dich durch die Wechseljahre begleitet. 🌿
Möchtest du die Anleitung als PDF für deine Sammlung? Dann schreibe mir eine Mail mit Betreff „Rotklee Tee“ an contact@wildkrautbraut.de und ich lasse es dir zukommen.
Häufige Fragen zum Rotklee-Tee
Ca. 6 frische oder 4 getrocknete Rotklee-Blütenköpfe mit heißem Wasser übergießen und ca. 10 Minuten ziehen lassen.
Die rotvioletten Blütenköpfe, frisch oder getrocknet. Sie enthalten die wertvollen Isoflavone.
Ein bis zwei Tassen täglich über mehrere Wochen. Pflanzliche Mittel wirken erst mit etwas Geduld ( nach ca. 4–6 Wochen).
Die Phytoöstrogene können Wechseljahresbeschwerden sanft mildern. Die Wirkung ist individuell; ein Heilmittel ersetzt er nicht.
Für Schwangere und Stillende. Bei hormonsensitiven Erkrankungen vorher ärztlich abklären.
Während der Blütezeit von Mai bis in den Oktober.
Grüne Grüße
Inga
Bilder
Die Rezeptgrafik habe ich selbst erstellt und darf nur nach Absprache und mit meiner Zustimmung verwendet werden.
