DIY Fichtennadel-Badesalz: natürlichen Badezusatz selber machen

Einen Badezusatz aus Fichtennadeln selbst herzustellen geht einfacher, als du vielleicht denkst. Ob Fichte, Tanne, Kiefer oder Douglasie – vieles haben diese Nadelbäume gemeinsam. Sie wachsen in unseren mitteleuropäischen Wäldern und stehen damit sprichwörtlich direkt vor unserer Haustür.Zur Familie gehört übrigens auch die Zirbe, die allerdings hauptsächlich in den Alpen vorkommt. Wenn ich hier von Nadelbäumen spreche, kannst du ihre Nadeln aber grundsätzlich genauso verwenden.

Immergrüne Kraftspender aus dem Wald

Alle diese Bäume enthalten u.a. wertvolle Harze und ätherische Öle, die ihnen ihren typischen Duft verleihen. Und noch etwas verbindet sie: Sie sind immergrün. Das bedeutet, ihre Nadeln können praktisch das ganze Jahr über, also immer auch im Bedarfsfall gesammelt werden. Wenn du mehr über die verschiedenen Nadelbäume, ihre Besonderheiten und ihre Erkennungsmerkmale erfahren möchtest, findest du weitere Informationen in meinem Artikel Oh Tannenbaum – Naturzauber und nachhaltige DIY-Ideen.

Das Geheimnis der Nadelbäume

Vor allem die ätherischen Öle der Nadelbäume wirken wohltuend. Sie können die Atemwege befreien, die Durchblutung anregen und den typischen Duft eines Waldspaziergangs in dein Badezimmer holen. Gerade in der Erkältungszeit lässt sich diese Wirkung wunderbar nutzen. Zum Beispiel mit einem selbst gemachten Fichtennadel-Badesalz. Es ist schnell hergestellt, besteht aus wenigen Zutaten und eignet sich nicht nur für dich selbst, sondern auch wunderbar als kleines DIY-Geschenk für Freunde und Familie. Und auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt: Du kannst statt Fichtennadeln ebenso gut Nadeln von Tanne, Kiefer oder Douglasie verwenden. Ihr Aroma unterscheidet sich leicht, doch ihre Wirkung ist sehr ähnlich.

Schon probiert? Einfache Anleitung für ein Fichtennadel-Badesalz

DIY-Anleitung, Fichtennadel-Badesalz selber machen

Warum die Zutaten so gut zusammenpassen

Das Salz bildet die Basis dieses Badezusatzes. Im warmen Badewasser wirkt es pflegend auf die Haut und unterstützt gleichzeitig die wohltuende Wirkung auf die Atemwege. Zusätzlich brauchst du ein Trägeröl. Es pflegt die Haut und sorgt dafür, dass sich die Inhaltsstoffe gut miteinander verbinden. Besonders gut eignen sich Mandelöl, Jojobaöl, Distelöl oder Sonnenblumenöl, da sie relativ geruchsneutral sind und das Aroma der Nadeln nicht überdecken. Für den typischen Waldduft sorgt das Fichtennadelöl als ätherisches Öl. Es verstärkt die gesundheitsfördernden Eigenschaften und den Duft der Nadeln . Die frischen Fichtennadeln selbst spielen im Rezept vor allem eine dekorative Rolle – sie machen das Badesalz optisch zu etwas ganz Besonderem und erinnern schon im Glas an einen Waldspaziergang.

Weitere Waldrezepte findest du, wenn du folgenden Links folgst:

Darüber hinaus findest du weitere DIY-Inspiration bei 101 Verwendungsmöglichkeiten für Wildkräuter und -früchte. Schau mal rein.

Fazit

Wenn du das nächste Mal durch den Wald gehst und der Duft von Fichten und Tannen in der Luft liegt, nimm dir ruhig einen kleinen Moment Zeit, um ihn bewusst wahrzunehmen. Genau dieses Gefühl kannst du dir mit einem selbst gemachten Fichtennadel-Badesalz nach Hause holen. Ein warmes Bad, ein Hauch Waldduft – und für einen Augenblick fühlt es sich fast so an, als würdest du mitten zwischen den Bäumen stehen. Manchmal sind es eben die einfachen Dinge aus der Natur, die uns am meisten guttun.

Möchtest du die Anleitung als PDF für deine Sammlung? Dann schreibe mir eine Mail mit Betreff „Fichtenbadesalz“ an contact@wildkrautbraut.de und ich lasse es dir zukommen.


Bilder

Die Rezeptgrafik habe ich selbst erstellt und darf nur nach Absprache und mit meiner Zustimmung verwendet werden.

Wichtige Hinweise

Jeder Mensch bringt andere Voraussetzungen mit und reagiert auf die Pflanzen die uns umgeben ganz einzigartig. Daher sollten Allergiker besondere Vorsicht walten lassen. Grundsätzlich weise ich daher darauf hin, dass der Genuss von Wildpflanzen bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen können. Wenn du damit noch keine Erfahrung gemacht hast, oder dir unsicher bist, probiere erstmal kleine Mengen aus und beobachte, wie du darauf reagierst. Wenn dein Körper darauf nicht negativ reagiert, kannst du die Portion von Mal zu mal steigern, bis du dir ausreichend sicher sein kannst, dass du diese ganz besondere Pflanze verträgst.

Alle publizierten Inhalte in diesem Artikel sind sorgfältig recherchiert, in meiner Ausbildung zur Kräuterpädagogin erlernt und nur als Anregung und zur Unterhaltung gedacht. Sie können den Arztbesuch nicht ersetzen, den ich bei körperlichen Beschwerden immer empfehle. Kräuter, Bäume und Pilze, die ich hier vorstelle, sammle und verarbeite ich für den Eigengebrauch. Bei Zweifel oder Unsicherheiten rate ich, sich an Experten, gerne an mich, zu wenden oder im Rahmen einer Wildkräuterwanderung unter Aufsicht des Kräuter- und Pilzkundigen zu sammeln. Im Zweifel stehen lassen.

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