Bei diesem Rezept werden Geflügelbrüste rundum mit einer Beifuß-Kräuterpaste bestrichen. Die Bitterstoffe des Beifuß würzen das Fleisch und unterstützen die Verdauung fetter Festtagsbraten.
Mit seinen gesundheitsfördernden Bitterstoffen wird der Beifuß damals wie heute als aromatisches Gewürz in der Küche für eine gesunde Ernährung geschätzt, da er die Verdauung fördert und die Gesundheit unterstützt. Bitterstoffe kurbeln den Appetit und die Verdauungssäfte an und sorgen dafür, dass wir fette Speisen wie Gänse- oder Entenbraten zur Weihnachtszeit gut vertragen. Wenn du mehr darüber wissen willst, wie Bitterstoffe wirken, dann lies meinen Artikel zur Erle. Dort habe ich deren Wirkung bereits beschrieben.
Üblich ist auch, den Beifuß im Sommer zu trocknen und im Winter den Braten damit zu füllen. Geht schwierig, wenn man nur Geflügelbrust zur Verfügung hat. Da eignet sich ein gut haftendes Gewürz besser. In meiner Rezeptvariante habe ich eine Gänsebrust ringsum mit Kräuterpaste bestrichen. Wie du eine Kräuterpaste herstellst erfährst du in meinem Artikel „Wildpflanzen haltbar machen: Einfaches Rezept für Kräuterpaste„. Wenn du einen Geflügelbraten, wie Gans oder Ente hast, kannst du sie genauso gut innen und außen mit der Paste bestreichen.
Egal, wie du den Beifuß anwendest, Fakt ist: Gans und Ente lieben Beifuß. Sie bilden eine ganz besondere Liaison für die Festtagsbratensaison. Probier es doch gleich mal aus:
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Auf einen Blick:
| Gericht: Geflügelbrust mit Beifuß-Paste (Festtagsküche) | Zubereitungszeit: ca. 8,5 Stunden (davon 8 Stunden Garzeit mit Niedriggarmethode) |
| Für: ca. 2 Portionen | Basis: Gänsebrust + Beifuß-Kräuterpaste |
| Besonders: die Bitterstoffe des Beifuß unterstützen die Fettverdauung | Passt zu: Rotkohl, Klößen, Bratkartoffeln |

Zutaten für die Gänsebrust mit Beifuß
- 1 Gänsebrust
- 1 Bund Suppengemüse
- 1 – 2 EL Kräuterpaste aus Beifuß
Gänsebrust mit Beifuß-Paste zubereiten – Schritt für Schritt
- Ofen vorheizen und Gemüse vorbereiten
Den Ofen auf 160 °C vorheizen. Das Suppengemüse putzen, grob zerkleinern und als Gemüsebett in einem Bräter verteilen.
- Geflügelbrust vorbereiten
Die Haut der Gänsebrust mit einem scharfen Messer rautenförmig einritzen, mit der Kräuterpaste einreiben, auf das Gemüsebett legen und 15 Minuten auf der untersten Ofen-Schiene bei 200 °C garen.
- Geflügelbrust garen
Den Ofen kurz öffnen, auf 100 °C einstellen und dann ca. 8 Stunden zugedeckt garen.
- Soße zubereiten
Den Bräter aus dem Ofen nehmen, das Gemüse mit dem Bratensaft entnehmen und daraus eine Soße zubereiten.
- Gänsebrust bräunen
Den Grill des Backofens einschalten (200 °C), die Geflügelbrust ohne Abdeckung wieder in den Ofen stellen und grillen, bis sie gut gebräunt ist.
- Beilagen-Empfehlung
Dazu passen Kartoffelklöße, Grün-, Rosen- oder Rotkohl.
Am Ende zeigt der Beifuß einmal mehr, wie ein vermeintlich unscheinbares Kraut aus Wald und Wiesen auf vielfältige Weise in unseren Alltag wirken kann. U.a. findet er Anwendung als geschmackvolle Würze für deftige Speisen oder als unterstützende Zutat zur Anregung einer gesunden Verdauung. Mit seinen bitteren Inhaltsstoffen regt er nicht nur die Magensaft- und Gallenproduktion an und kann so bei fettreichen Gerichten wohltuend sein. Nein, er lädt uns auch dazu ein, die Natur wieder bewusster wahrzunehmen und in unseren Koch- und Lebensalltag zu integrieren. Ob in der frischen Kräuterpaste, im Sonntagsbraten oder einfach nur beim Spaziergang am Wegesrand.
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Häufige Fragen zur Gänsebrust mit Beifuß-Paste
Beifuß ist ein Bitterstoffkraut: Seine Bitterstoffe regen Magensaft und Gallenfluss an und helfen, fette Braten wie Gans oder Ente besser zu vertragen. Geschmacklich ist es eine klassische Kombination.
Bei einem ganzen Braten kannst du getrockneten Beifuß zum Füllen verwenden. Bei Geflügelbrust haftet eine Kräuterpaste besser und würzt gleichmäßiger.
Gans, Ente oder Pute. Bei ganzem Braten die Paste innen und außen auftragen, bei Brust rundum bestreichen.
In der Schwangerschaft sollte man Beifuß meiden, da er gebärmutteranregend wirkt. Mehr dazu in meinem Beitrag zum Beifuß.
Klassisch zu Rotkohl, Klößen oder Bratkartoffeln, ein bekömmliches Festtagsessen.
Grüne Grüße
Inga
Bilder
Die Rezeptgrafik und Bilder habe ich selbst erstellt und dürfen nur nach Absprache und mit meiner Zustimmung verwendet werden.
