Manche Wildpflanzen haben nur eine kurze Saison – und trotzdem möchtest du sie das ganze Jahr über nutzen? Dann bietet sich eine Kräuterpaste an, um sie haltbar zu machen. Dafür habe ich dir ein einfaches Grundrezept zusammengestellt, das sich für nahezu alle Wildpflanzen und Küchenkräuter eignet, die du länger aufbewahren möchtest.
Kurzer Hinweis zu den Zutaten: Verwendest du besonders wasserreiche Pflanzen wie Portulak oder kriechenden Günsel, kannst du auf zusätzliches Öl verzichten. Beim Zerkleinern tritt bereits genügend Pflanzensaft aus, der für die nötige Bindung sorgt. Zu viel Öl kann in Kombination mit dem hohen Wasseranteil sogar die Haltbarkeit verkürzen, da es schneller ranzig werden kann. Hier gilt also: Weniger ist mehr.
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Auf einen Blick:
| Gericht: Wildkräuter-Paste (Vorrats-/Würzpaste) | Basis: Wildkräuter + Salz (+ optional Öl) |
| Menge: ca. 100 g Kräuter pro Ansatz | Haltbarkeit: mehrere Monate, kühl & dunkel |
| Verwendung: Kräuterquark, Braten, Dips, Suppen, Kräuterbutter etc. | Tipp: bei wasserreichen Kräutern kein zusätzliches Wasser hinzufügen; Salz konserviert |

Zutaten für die Kräuterpaste aus Wildpflanzen
- 100g Blätter oder Blüten von einer Wildpflanze deiner Wahl oder ein Mix aus verschiedenen Wildpflanzen
- (50 ml Wasser (nur nach Bedarf))
- 25g naturbelassenes Meersalz
- Ein Pürierstab und ein hohes Gefäß
- Marmeladengläser oder andere Gefäße zum Aufbewahren von Lebensmitteln
Kräuterpaste selber machen- Schritt für Schritt
- Kräuter vorbereiten
Gesammelte Pflanzenteile waschen, ggf. in einer Salatschleuder gut abtropfen lassen und zusammen mit dem Salz in ein hohes Gefäß geben.
- Kräuter mixen
Mixe das Ganze so lange, bis alles zu einem Brei zerkleinert ist. Wenn die Pflanze allein zu trocken für das Mixen ist (z.B. Salbei) dann füge noch das in den Zutaten genannte Wasser hinzu und mixe alles gut durch.
- Abfüllen
Dann fülle alles in desinfizierte Gläser und stelle diese in den Kühlschrank.
- Ziehen lassen
Lass die Paste für mindestens 2 Wochen durchziehen bevor du sie verwendest.
Deiner Phantasie sind bei der Zusammenstellung der Kräuterpasten keine Grenzen gesetzt. Du kannst nach Geschmack, nach Inhaltsstoffen (z.B. reiner Portulak wegen des enthaltenen Omega-3 zur Entzündungshemmung) oder einfach nach Fundort zusammenstellen. Denn nicht immer gibt es genügend Wildpflanzen von einer Art, dass 100g zusammenkommen.


Richtig zubereitet und sauber abgefüllt ist eine Kräuterpaste grundsätzlich mehrere Monate haltbar. Wie lange genau, lässt sich pauschal schwer sagen – bei mir sind sie meist aufgegessen, bevor sie überhaupt verderben könnten. Vertraue hier am besten deinen Sinnen: Riecht oder schmeckt die Paste ungewohnt oder entdeckst du Schimmel, solltest du sie nicht mehr verwenden.
Nun also ab ins Grüne mit dir und sammle, was du kennst und dir schmeckt. Anwendungsbeispiele für Kräuterpasten findest du zum Beispiel in meinen Artikeln zur Linde, zum Beifuß, bei der blutzuckerfreundlichen Topinambur oder bei der Knoblauchsrauke. Die einfachste Verwendung ist immernoch der Kräuterquark zu Pellkartoffeln, dem du einfach einen Klecks Kräuterpaste hinzufügst. Lecker und gesund! Guten Appetit.
Möchtest du dieses Rezept als PDF für dein Rezeptbuch? Dann fordere es dir jetzt gleich per E-Mail an, erhalte regelmäßige Updates und starte noch heute deine Sammlung mit den wilden Rezepten von WildKrautBraut! Schreibe mir dafür eine Mail mit Betreff „Kräuterpaste“ an contact@wildkrautbraut.de und ich lasse es dir zukommen.
Häufige Fragen zur Kräuterpaste
Fast alle Wild- und Küchenkräuter – nach Geschmack, Inhaltsstoffen oder Fundort. Du kannst auch mischen, wenn von einer Art nicht genug zusammenkommt.
Richtig zubereitet und sauber abgefüllt mehrere Monate (kühl & dunkel). Vertraue deinen Sinnen: Riecht oder schmeckt sie ungewohnt oder zeigt Schimmel, nicht mehr verwenden.
Nicht bei wasserreichen Kräutern wie Portulak, da tritt genug Pflanzensaft aus. Zu viel Öl kann sogar schneller ranzig werden. Weniger ist mehr.
Nicht bei wasserreichen Kräutern wie Portulak oder Günsel, da bei diesen Pflanzen genug Pflanzensaft austritt. Kann notwendig werden bei z.B. Salbei.
Salz entzieht Wasser und hemmt Keime. Deshalb ist es die wichtigste Zutat für die Haltbarkeit der Paste.
Am einfachsten als Klecks im Kräuterquark zu Pellkartoffeln; außerdem zum Bestreichen von Braten, in Dips, Dressings oder Suppen.
Ja, zum Beispiel portionsweise in einer Eiswürfelform, dann hast du immer kleine Mengen griffbereit.
Grüne Grüße
Inga
Bilder
Die Rezeptgrafik und Bilder habe ich selbst erstellt und dürfen nur nach Absprache und mit meiner Zustimmung verwendet werden.
