Ich hätte gewettet, dass schlechte Erfahrungen Angst machen. 19 Antworten später weiß ich es besser

18 von 19 Menschen, die ich zum Wildsammeln befragt habe, lassen unterwegs etwas stehen, weil sie sich nicht sicher genug sind. Aber nur 3 von 19 haben jemals etwas gegessen, bei dem sie unsicher waren. Ich habe im September gefragt, welche Zweifel euch beim Kräutersammeln begleiten und meine eigene Wette dabei krachend verloren.

Du kennst diesen Moment bestimmt. Du stehst am Wegesrand, das Grün vor dir sieht aus wie das, was du suchst, du bist dir fast sicher, fast, und dann gehst du entweder weiter, oder du nimmst es mit. Dann hast du zwar einen leeren oder etwas im Korb, aber das leise Ziehen im Bauch bleibt. Ich kenne ihn gut, diesen Moment, ich hatte ihn vor meiner Kräuterpädagogikausbildung jahrelang selbst. Bei mir sind es bis heute die Pilze. Ich hatte zwar eine sehr gut Weiterbildung, aber die Vielfalt und das Erscheinungsbild der Pilze sind schier unerschöpflich und enorm wandelbar. Von klein auf habe ich mit meinen Eltern Pilze gesammelt, Steinpilze, Maronen, Pfifferlinge, Krause Glucke, Riesenboviste und Schirmpilze. Ganz selbstverständlich. Doch im Laufe der Jahre hörte ich immer öfter von giftigen Verwechslungspartnern und mit jeder Geschichte wurde mein Korb ein bisschen leerer. Ich sammelte immer weniger und wurde immer unsicherer.


Inga von WildKrautBraut

Das Wichtigste kurz zusammengefasst:

  • 19 Menschen, die Wildkräuter, Beeren oder Pilze sammeln (oder es gern würden), haben im September 2026 an meiner Umfrage teilgenommen.
  • 18 von 19 lassen beim Sammeln etwas stehen, weil sie unsicher sind. Das gilt auch für alle 6 mit über 10 Jahren Erfahrung.
  • 16 von 19 haben noch nie etwas gegessen, bei dem sie unsicher waren. Das Zögern kommt also nicht von schlechten Erfahrungen.
  • Angst vor Vergiftung nennen 4 von 5 Neulingen, aber nur 1 von 14 Erfahrenen. Erfahrenen fehlt eher Wissen über die Pflanze.
  • Pilze sind die größte Hürde: 11 von 16, die sie benannt haben, trauen sich bis heute nicht an bestimmte Pilze.
  • Am meisten geholfen haben Menschen, keine Bücher: 12 von 16 nennen Familie, Nachbarn, Kurse oder Kräuterwanderungen.

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Ich stehe in einer Wiese und sammle, das ist mit einem großen roten Kreuzdurchgestrichen und der Text darüber schreibt: Wette verloren: 16 von 19 haben nie schlechte Erfahrungen gemacht

Meine Wette: Wer einmal danebengegriffen hat, traut sich nicht mehr

Viele sammeln nicht, dachte ich, weil sie schon mal etwas verwechselt haben und seitdem lieber die Finger davon lassen. Ein Schreck sitzt tief, gerade beim Essen. Ich war mir ziemlich sicher. Das klang logisch. Zu logisch, wie sich zeigte.

Was tatsächlich rauskam: 16 von 19 haben noch nie etwas gegessen, bei dem sie sich nicht ganz sicher waren. Die 3, die noch gar nicht selbst sammeln? Alle 3 sagen: „Nein – dann lasse ich lieber die Finger davon.“ Da ist also kein schlechtes Erlebnis, das sie bremst. Da ist eine Angst vor etwas, das nie passiert ist. Auch bei mir.

Und die eine echte Schreckensgeschichte in der ganzen Umfrage? Die stammt von einer Sammlerin mit 11 bis 20 Jahren Erfahrung. Sie hat Fichte gegessen, bekam Angst, es könnte Eibe gewesen sein, und fuhr in die Klinik. Trotzdem sammelt sie bis heute.

Meine Wette ist also verloren. Und ich finde das ehrlich gesagt ziemlich tröstlich. Dabei hätte ich es besser wissen können. Meine eigene Unsicherheit bei den Pilzen kam ja auch nicht von einem schlechten Erlebnis, sondern von Geschichten über Doppelgänger. Und jetzt kommt’s: In meiner eigenen Umfrage hätte ich zu den wenigen gehört, die schon öfter etwas mitgenommen haben, ohne es genau bestimmt zu haben. Manchmal habe ich zu Hause nachbestimmt. Manchmal aber auch einfach gegessen und dann die nächsten Stunden mit mulmigem Gefühl in mich hineingehorcht oder Angst gehabt, wie ich so leichtsinnig mich und meinen Traumprinzen in Gefahr bringe. 😅 Oft stelle ich mir aber auch die Frage, ob er auch verträgt, was ich ihm da vorsetze. Manche Körper reagieren erstmal mit Unwohlsein auf Unbekanntes. Bisher kam alles gut an, und ich kann ihn immer wieder dafür begeistern, Neues zu probieren. Das gibt mir Sicherheit. Gebremst hat mich also nicht das, was ich erlebt habe, sondern das, was ich gehört hatte.

So habe ich gefragt

Zur Umfrage: Befragt habe ich Menschen, die Wildkräuter, Wildfrüchte oder Pilze sammeln oder es gern würden. Die Umfrage lief vom 3. September bis 4. Oktober 2026 über Tally, verteilt über meinen Newsletter, Instagram und die Kräuter-Community. 19 Personen haben geantwortet.

  • Erfahrung: 4 sammeln noch nicht oder fangen gerade erst an, 1 seit 1–2 Jahren, 8 seit 3–10 Jahren, 6 seit mehr als 10 Jahren.
  • Gesammelt wird gemischt: 15 sammeln (oder würden gern) Wildkräuter, 15 Wildfrüchte und Beeren, 13 Pilze.
  • Alles beruht auf Selbsteinschätzung aus dem Bauch, nicht auf gemessenen Zahlen.

Das ist keine repräsentative Erhebung, sondern eine Befragung in meinem eigenen Umfeld. Wer mir folgt, ist ohnehin kräuterbegeistert, das beeinflusst die Zahlen. Vor allem haben Erfahrene geantwortet: 14 von 19 sammeln seit mindestens 3 Jahren. Eigentlich wollte ich mehr Neulinge erreichen, und ausgerechnet über Instagram kamen die wenigsten Antworten. Schade eigentlich. Und noch etwas gebe ich offen zu: „Hast du schon mal etwas verwechselt?“ habe ich so nicht gefragt. Am nächsten dran ist die Frage, ob jemand schon mal etwas gegessen hat, obwohl er unsicher war.

Stehenlassen ist normal – auch nach 20 Jahren

Fast alle lassen beim Sammeln etwas stehen, egal wie lange sie schon unterwegs sind.

18 von 19 lassen zumindest selten etwas stehen, weil sie sich nicht sicher genug sind. Alle 6, die seit mehr als 10 Jahren sammeln, gehören dazu. Und selbst Wissen schützt nicht davor: 8 Befragte sagen, sie erkennen mehr als 10 Wildkräuter ohne Nachschlagen. Alle 8 lassen trotzdem etwas stehen. Die eine Person, die nie etwas stehen lässt, hat übrigens auch eine Geschichte vom Verpassen, nur eine ganz andere, mit der ich gar nicht gerechnet habe:

„Ich wollte letztes Jahr endlich mal Schlehen sammeln und daraus Schlehenlikör machen. Dachte mir, ich warte noch bis zum ersten Frost. Tja, bis dahin hatten die Vögel alles abgegrast …“

Marianne

Was das für dich heißt: Wenn du etwas stehen lässt, bist du keine schlechte Sammlerin. Du bist eine ganz normale. Zweifel sind also kein Zeichen von zu wenig Wissen, sondern Teil des Sammelns und eher eine Erinnerung, genauer hinzuschauen.

Angst vor Gift ist ein Anfängerthema – Erfahrene fehlt eher Wissen

Neulinge fürchten sich, Erfahrene fragen sich: „Kenne ich das überhaupt?“

Alle 5 Neulinge* nennen Angst vor Vergiftung oder vor einem giftigen Doppelgänger. Bei den 14 Erfahrenen sind es nur 4. Die Angst, sich zu vergiften, nennen 4 von 5 Neulingen, aber nur 1 von 14 Erfahrenen.

Neulinge (5)ab 3 Jahren Erfahrung (14)
nennen Angst vor Vergiftung oder Doppelgänger5 von 54 von 14
nennen Angst, sich zu vergiften4 von 51 von 14
lassen „fast jedes Mal“ stehen oder trauen sich (noch) nicht4 von 50 von 14
Gründe pro Person im Schnitt3,21,5

*Neulinge = sammeln noch nicht, fangen gerade an oder sammeln seit 1–2 Jahren.

Der häufigste Grund fürs Stehenlassen ist über alle hinweg überhaupt kein Angstgrund: „Ich kenne die Pflanze oder den Pilz gar nicht“ sagen 11 von 19. Danach folgen „Bei der Bestimmung bin ich mir nicht sicher“ (9), der giftige Doppelgänger (7), die Angst vor Vergiftung (5) und „Ich wüsste nicht, wie ich es zubereite“ (4). Wobei ich auch zu letzteren zähle. Oft lasse ich stehen, weil ich noch keine Idee habe, was ich daraus machen soll, dann laae ich es lieber für die Tiere stehen/hängen, merke mir die Stelle für das nächste Jahr, belese mich und entscheide dann, ob ich es vielleicht beim nächsten Mal mitnehme.

„Nelkenwurz, Blutwurz ich kann sie nicht auseinander halten, die gelben Blüten, jedes Mal mach ich ein Foto schau zuhause wieder nach den Merkmalen“

Ellen von naturversteckt.de

Und die rote Linie für fast alle (mich eingeschlossen)? Pilze! 11 von 16, die mir verraten haben, was sie sich bis heute nicht zu sammeln trauen, nennen Pilze. Auf Platz 2 die Doldenblütler mit 4 Nennungen. Wenn du dich an die Familie herantasten willst: Der Giersch ist ein guter Anfang. Und wie ich Pilze bestimme, habe ich nach meiner Weiterbildung ausführlich in meinem Artikel Pilze bestimmen aufgeschrieben.

Was das für dich heißt: Die Angst am Anfang ist normal und sie wird mit jedem kleinen Erfolg kleiner. (Falls dir dabei der Satz „Wildkräuter sind doch alle giftig“ im Kopf herumspukt: Dem bin ich hier auf den Grund gegangen.) Nicht, weil man mutiger wird, sondern weil aus „was, wenn…“ ein konkretes „das kenne ich noch nicht“ wird. Und das ist eine Frage, die sich lösen lässt: eine Pflanze nach der anderen. Ich kenne diesen Schritt selbst. Bevor ich meine Kräuterausbildung gemacht habe, sammelte ich nur die altbewährten Pflanzen, die ich aus Kindertagen von meinen Großeltern und aus meinen Sommern auf dem Zeltplatz kannte. Alles Neue habe ich mir über Pinterest erarbeitet. Von vielen Pflanzen wusste ich längst, dass sie essbar sind, aber was ich daraus machen sollte, stellte sich erst mit genügend Erfahrungen heraus. Wie ich das herausgefunden habe? Auf Pinterest und Internetrecherche, habe ich dann auch viele Zubereitungsideen gefunden. Falls du Inspiration brauchst, stöbere gerne in einem meiner ersten Ideensammlungen: 101 Verwendungsideen für Wildpflanzen, -früchte und Pilze.

Stehenlassen wird kaum bereut – und Sicherheit kommt von Menschen, nicht aus Büchern

Die meisten trauern dem Stehengelassenen nicht nach. Und wer mutiger geworden ist, hatte fast immer jemanden an der Seite.

11 von 19 denken nie oder nur selten: „Das hätte ich ruhig mitnehmen können.“ Und auf die Frage, was ihnen abseits von Büchern und Apps am meisten geholfen hat, nennen 12 von 16 andere Menschen: die Mama, alte Nachbarn, eine Freundin mit Kräuterwanderungen, Kurse, Workshops, Fachgruppen. 4 von 16 nennen Zeit, Praxis oder das Beobachten einer Pflanze übers ganze Jahr.

„Gewurmt hat mich das nie. Im Zweifel ist stehen lassen die sicherere Wahl.“

Irina

„Und Pilze kenne ich durch unsere alten Nachbarn, die mich öfter mit „in die Pilze“ genommen haben. Dadurch kann ich Röhrlinge ziemlich sicher bestimmen.“

Marianne

Ganz ohne Preis ist das Stehenlassen allerdings nicht. Eine Sammlerin mit über 20 Jahren Erfahrung denkt „fast immer“, sie hätte es doch mitnehmen können. Und Elli schreibt:

„Bei Doldenblütlern bin ich mir oft unsicher, obwohl ich auch einige gut erkenne. Die lasse ich dann stehen und dann entgehen mir gute Heilpflanzen“

Elli

Was das für dich heißt: Stehenlassen ist erlaubt, ganz ohne schlechtes Gewissen. Aber wenn du willst, dass der Korb voller wird: Such dir einen Menschen, der mit dir rausgeht. Eine Kräuterwanderung, eine Nachbarin, eine Freundin. Kein Buch der Welt zeigt dir den Unterschied zwischen Wiesenkerbel und seinem Doppelgänger so wie jemand, der neben dir in die Hocke geht und dir die Unterschiede direkt an der Pflanze erklärt. Bei mir war es der Pilzkurs letztes Jahr. Mein pilziger Durchbruch! Der Unterschied zwischen essbarem und giftigem Schirmpilz wurde dort so gut erklärt, dass sich das Wissen regelrecht eingebrannt hat. Und ich lernte Pilze kennen, von denen ich vorher noch nie etwas gehört hatte: den Edelreizker, den Leberreischling. Und mir wurde klar, dass ich seit Jahren aus Unkenntnis leckere Austernseitlinge hab hängen lassen. Seitdem schießen sie mir öfter vor den Füßen aus dem Boden oder aus dem Baum, und ich freue mich über jede neue Stelle. Ein paar wenige besuche ich jedes Jahr, und sie belohnen mich mit Verlässlichkeit. Im Winter sammle ich inzwischen Austernseitlinge wie der Teufel, fahre neue Waldwege entlang und bringe freudig neue Fundstücke mit nach Hause.

Die Stimmen, die mir hängen geblieben sind

„Mich ‚wurmt‘ nichts mehr im nachhinein. Vorbei ist vorbei. Ich ‚tröste‘ mich vielleicht damit: „dann brauche ich dies grade nicht“ 🤭“

Angela

Ich bewundere diese Gelassenheit. Sie hat ja so recht, die Natur läuft ja nicht weg. Meistens jedenfalls. Mit Riesenbovisten und Schwefelporlingen habe ich da durchaus schon andere Erfahrungen gemacht, die ich meist nicht wieder an der gleichen stelle gefunden habe.

„Krause Glucke, als ich noch nicht wusste was das ist, wie lecker sie schmeckt und wie gesund sie ist. Inzwischen finde ich sie aber seehr häufig und nutze sie gern.“

Christina

Das Gegenstück zu Angela und der Beweis, dass aus dem Zurückhalten von gestern ein Lieblingsfund von heute werden kann. Die Krause Glucke kenne ich übrigens seit Kindertagen vom Sammeln mit meinen Eltern und freue mich jedes Mal, wenn jemand sie neu für sich entdeckt.

„Es ist einfach so schwer im Vorbeigehen zu wissen ob er es ist oder nicht / Später im Sommer sieht man die Blüten und denkt ja ok er ist es wirklich / Doldenblütler ein Thema für sich“

anonym, über den Wiesenkerbel

Genau das ist der Trick, den mehrere genannt haben: eine Pflanze an ihrem Standort übers Jahr begleiten, bis man sie in jeder Lebensphase erkennt.

„Praxis! Neue Pflanze in der Natur entdeckt – was sind die Bestimmungsmerkmale – Informationen zu Verwendung und Verwechslung sammeln – selbst ausprobieren“

Franziska von gwunder-chruut.ch

Drei Schritte, kein Zauber. Das schreibe ich mir selbst hinter die Ohren, denn das ist ein guter Tipp von meiner Kräuterkollegin.

„Traute mir selbst nicht recht.“

anonym, nach dem Fichte-Eibe-Schreck

Fünf Wörter, die vermutlich mehr von uns kennen, als zugeben würden. Die Stunden mit dem mulmigen Gefühl im Bauch kenne ich jedenfalls nur zu gut.

Und ein Satz, der mir abermals das Herz öffnete

Ganz am Ende der Umfrage habe ich gefragt: „Gibt es etwas, das ich nicht gefragt habe, das ich aber wissen sollte?“ Und dann kam diese Antwort:

„Nach Menschen, denen es wichtig ist, anderen Menschen ihr Wissen weiterzugeben und es soo toll erklären- wie DU ♡“

Christina

Ich habe da ziemlich lange vor dem Bildschirm gesessen und mit meiner Gänsehaut nachgespürt. Christina kommentiert nicht das erste Mal auf meinem Blog, sie war unter meinen ersten wenigen Newsletter-Abonnent:Innen und sie ist einer der Gründe, warum ich dranbleibe, auch an Tagen, an denen ich mich frage, ob das hier eigentlich jemand liest. (Blog like nobody’s reading (Spruch meiner Blogger-Mentorin) und dann liest doch jemand. 🥰) Liebe Christina: Immer wieder danke. Von Herzen.🫶🏻

Und sie passt erstaunlich gut zu den Zahlen. 12 von 16 haben geschrieben, dass ihnen Menschen am meisten geholfen haben, sich an Neues heranzutrauen. Christina selbst lernt unter anderem in Fachgruppen auf Telegram und YouTube, also online. Genau deshalb ist mir aus ihrer Antwort ein Plan gewachsen, den ich bisher nur leise mit mir herumgetragen habe: Nächstes Jahr will ich mit Kräuterwanderungen durchstarten. Ab nächstem Frühjahr geht es los: mit Kräuterwanderungen bei Profaris. Meine Newsletter-Abonnent:Innen erfahren als Erste davon und bei den Veranstaltungen von Profaris vorbeizuschauen, lohnt sich sowieso regelmäßig.

Deshalb meine Frage zurück an dich, Christina und an alle, die hier mitlesen (danke an Syl für den Tipp): Willst du Kräuter und Pilze lieber live erklärt bekommen, draußen am Wegesrand, oder online, wann und wo es dir passt? Beantworte mir diese Frage gerne in dieser Umfrage von Tally. Nur diese und eine weitere Frage zu deinem Kenntnisstand. Diesmal komplett anonym. Das hilft mir in meiner Ausrichtung, ob ich in Zukunft mehr Online- oder Live-Führungen anbiete. Die Umfrage wird im spätestens Ende Dezember geschlossen. Bevor du es vergisst, nimm lieber gleich teil. Die Anmeldung zum Newsletter findest du entweder am Ende der Umfrage oder am Ende dieses Beitrages.

Was ich trotz dieser Umfrage noch nicht weiß

  • Wie oft sich jemand wirklich vertan hat. Ich habe gefragt, ob jemand unsicher gegessen hat, nicht, ob schon mal etwas verwechselt wurde. Das frage ich beim nächsten Mal direkt.
  • Ob wir uns unterschätzen. Eine Person schätzte, sie erkenne 1–2 Kräuter, und klickte dann in der Liste 3 an: Löwenzahn, Brennnessel, Spitzwegerich. Eine schöne Anekdote, aber keine belastbare Zahl. Dafür hätte ich mehr Antworten gebraucht und mehr Neulinge.
  • Live oder online? Syl hat mir unabhängig davon genau dieselbe Frage gestellt: „Wie würdest du am liebsten die Bestimmung der Pflanzen / Pilze lernen? Live oder Online?“ Diese Frage habe ich nun in der eben vorgestellte Kurz-Umfrage nachgeholt. Vielleicht bekomme ich damit noch ein paar Antworten, die ich wirklich gut gebrauchen kann.

Und die größte offene Frage: Wie geht es den echten Neulingen? 5 von 19 sind eine zu kleine Gruppe, um mehr als eine Tendenz abzulesen. Wenn du eine Idee hast, wo ich die Menschen erreiche, die sich noch gar nicht an Wildkräuter herantrauen, schreib es mir gerne per Mail an conatct@wildkrautbraut.de oder ins Kommentarfeld unten.

Und jetzt du

Die Umfrage ist inzwischen geschlossen. Danke an alle 19, die mitgemacht haben! Wenn du wissen willst, wann und wo meine erste Kräuterwanderung bei Profaris stattfindet: Abonniere meinen Newsletter, dort erfährst du es als Erste:r.

Ich habe gewettet, dass schlechte Erfahrungen uns bremsen. Stattdessen habe ich gelernt: Es ist das, was noch gar nicht passiert ist. Und das ist eine gute Nachricht, denn eine Angst vor dem Unbekannten wird kleiner mit jeder Pflanze, die du kennenlernst, am besten an der Seite von jemandem, der sich auskennt.

Was lässt du am Wegesrand stehen? Und: live oder online? Erzähl es mir in der kurzen Anschluss-Umfrage oder in den Kommentaren.

Grüne Grüße

Inga


Bildnachweis

Das Bild ist von mir selbst aufgenommen und in Canva bearbeitet. Eine Verwendung durch Dritte bedarf meiner Zustimmung.

2 Kommentare

  1. Liebe Inga, ich freu mich, dass ich Dir mit meiner spontanen Aussage Freude gemacht habe 🥰 Ich meine es auch wirklich so.
    Zu Deiner Frage, was mir lieber ist, um weiter dazu zu lernen: ich finde Live in der Natur ist alles anders zu beobachten als in Videos / Liveaufzeichnung. Aber ich bin offen für alles. Daanke Dir

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Wichtige Hinweise

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei ernsthaften Beschwerden oder Erkrankungen wende dich bitte an einen Arzt oder eine Ärztin.

Jeder Mensch bringt andere Voraussetzungen mit und reagiert auf die Pflanzen die uns umgeben ganz einzigartig. Daher sollten Allergiker besondere Vorsicht walten lassen. Grundsätzlich weise ich daher darauf hin, dass der Genuss von Wildpflanzen bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen kann. Wenn du damit noch keine Erfahrung gemacht hast, oder dir unsicher bist, probiere erstmal kleine Mengen aus und beobachte, wie du darauf reagierst. Wenn dein Körper darauf nicht negativ reagiert, kannst du die Portionen von Mal zu mal steigern, bis du dir ausreichend sicher sein kannst, dass du diese ganz besondere Pflanze verträgst.

Alle publizierten Inhalte in diesem Artikel sind sorgfältig recherchiert, in meiner Ausbildung zur Kräuterpädagogin erlernt und nur als Anregung und zur Unterhaltung gedacht. Sie können den Arztbesuch nicht ersetzen, den ich bei körperlichen Beschwerden immer empfehle. Kräuter, Bäume und Pilze, die ich hier vorstelle, sammle und verarbeite ich für den Eigengebrauch. Bei Zweifel oder Unsicherheiten rate ich, sich an Experten, gerne an mich, zu wenden oder im Rahmen einer Wildkräuterwanderung unter Aufsicht des Kräuter- und Pilzkundigen zu sammeln. Im Zweifel stehen lassen.

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