Zusammenfassung meiner ersten Blogparade: 6 wilde Lieblingsrezepte, 3 Küchen, eine Liebe

Es ist so weit. Der 2. August ist verstrichen, die Laufzeit vorbei, und ich sitze hier mit einem Kräutertee und einem ziemlich vollen Herzen. Meine allererste Blogparade ist abgeschlossen. Und weißt du was? Ich bin gerührt.

Ich gebe es ehrlich zu: Als ich im Juni den Aufruf zu meiner Blogparade „Dein Lieblingsrezept mit Wildpflanzen, Wildfrüchten oder Pilzen“ rausschickte, war da neben aller Vorfreude auch dieses kleine unsichere Gefühl: Schreibt überhaupt jemand für meine Blogparade? Kann sich jemand genauso für Wildkräuter begeistern, wie ich? Wochenlang passierte nichts. Ich zweifelte: Ist das das richtige Thema. Soll ich nochmal umschwenken? und dann nach quälenden 2 Wochen der erste Beitrag. Und ein paar Tage später ein zweiter. Was habe ich mich gefreut! Zwei Bloggerinnen sind dem Ruf gefolgt, mit mir zusammen sind wir drei. Und aus drei Küchen kamen am Ende ganze sechs Rezepte zusammen. Sechs! Für eine erste Blogparade? Da mache ich innerlich ein kleines Freudentänzchen. Klein gesät, aber gewachsen. Und mit meiner wachsenden Community werden es beim nächsten Mal vielleicht ein paar mehr. Mal schauen, was ich dann zusammengesammelt bekomme.

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Mein Beitrag: eine Brennnessel-Quiche, die ich mir weiterentwickelt habe

Fangen wir bei mir an, schließlich habe ich das Ganze angezettelt. Mein Beitrag ist meine Wildkräuter-Brennnessel-Quiche, denn sie ist mein neues Lieblingsrezept. Neu deshalb, weil sie noch gar nicht so lange zu mir gehört. Kennengelernt habe ich sie in meiner Ausbildung zur Kräuterpädagogin und von da an hat sie mich nicht mehr losgelassen. Ich habe sie gedreht, gewendet, probiert, verworfen und weiterentwickelt, bis sie genau so schmeckte, wie ich sie wollte. Das Schönste daran? Ausgerechnet meine Jungs, die die Brennnessel sonst überall herausschmecken und mit spitzen Lippen zur Seite schieben, verschlingen diese Quiche. Ein Kraut, das für die meisten „Unkraut“ ist, ist bei uns zum Familienessen geworden. Das ist für mich ein Erfolg für meine Wildküche.

Auszug aus Ingas Beitrag zur #WildkräuterRezeptParade : Brennnessel-Quiche

Simones Beitrag: zwei Rezepte aus einer wilden Kindheit

Und dann kam Simone. Für alle, die sie noch nicht kennen: Simone Anja Melzer, kurz SAM. Sie hat sich, wie sie mir selbst schrieb, mächtig zusammenreißen müssen, um nicht auszuufern und sich auf zwei Rezepte zu beschränken. Mein erster Beitrag und gleich zwei Rezepte?! Da habe ich mich natürlich gefreut wie eine Schneekönigin. Denn bei Simone kommen die Rezepte nicht aus einem Kochbuch, sondern aus ihrer eigenen Kindheit, weitergereicht über Generationen.

Auszug aus Simones Beitrag zur #WildkräuterRezeptParade : Pilzpfanne und Arnika-Tinktur

Die Waldpilzpfanne: mit Papa im Wald, bei Mama in der Pfanne

Da ist zuerst die Waldpilzpfanne. Schon mit vier Jahren zog Simone mit ihrem Papa los in den Wald, Steinpilze und Maronen suchen. Einmal fanden die beiden sogar den halben Kiefer eines Wildschweins, aber das ist eine andere Geschichte. 😄 Gekocht wurde die Pfanne dann von ihrer Mama, ganz ohne ChiChi, mit durchwachsenem Bauchspeck, Zwiebeln und einem würzigen Bauernbrot dazu. Kannst du das auch vor deinem inneren Auge sehen? Ein kleines Mädchen, die Hand vom Vater gehalten, der Korb voller Waldpilze, und am Abend der Duft aus Mutters Pfanne. Das ist kein Rezept, das ist Kindheit auf einem Teller.

Der Arnika-Auszug: ein Rezept über Generationen

Und dann ihr zweites: der Arnika-Auszug, kein Essen, sondern Hausapotheke. Ein Familienrezept, das bei ihr schon seit Generationen angesetzt wird, überschrieben von Omas Spruch „Es ist doch ein Kraut gewachsen, für und gegen alles.“ Simones Opa, ein Imker, war überzeugt, dass Heilkraft nur wirkt, wenn sie aus dem Umkreis von 50 Kilometern kommt, und diese Weisheit gilt in der Familie bis heute. Mit dem Arnika-Auszug wird bei ihnen buchstäblich ALLES behandelt: Prellungen, Zerrungen, entzündete Stellen. Genau das liebe ich an wilden Rezepten: Mal wandern sie in den Magen, mal ins Regal mit den Heilmitteln. Und immer tragen sie die Menschen mit, von denen wir sie haben.

👉 Simones kompletten Beitrag mit beiden Rezepten findest du hier, sobald ihr Seite wieder erreichbar und sicher ist.

Heidruns Beitrag: dreimal Pfefferminze, weit weg vom braven Minztee

Die zweite im Bunde ist Heidrun Lutz von Wildpeppermint-Design. Und bei ihr dreht sich alles um eine einzige Pflanze: die wilde Pfefferminze. Sie begleitet Heidrun schon fast ihr ganzes Leben, von Omas Schrebergarten über Muttis Beet bis in ihren eigenen wild-bunten Naturgarten. Wenn eine Pflanze dich so lange begleitet, dann kennst du sie in- und auswendig. 💚 Also stand der Hauptakteur ihres Beitrages schnell fest.

Auszüge aus Heidruns Beitrag #WildkräuterRezeptParade : Rezepte mit wilder Minze

Drei überraschende Rezepte mit wilder Minze

Heidrun ist eigentlich Grafikdesignerin, keine Köchin und auch keine Kräuterpädagogin. Aber genau das macht ihren Beitrag so schön. Sie zeigt, dass Minze so viel mehr kann als der brave Tee, den die meisten von uns im Kopf haben. Gleich drei Rezepte hat sie mitgebracht, eins überraschender als das andere: einen Erdbeer-Pfefferminz-Likör, ihre selbst gemachten Schoko-Minz-Blätter (ihre gesunde After-Eight-Variante!) und einen griechischen Kartoffelsalat mit Minze.

Ein After-Eight, das auf dem Fensterbrett wächst?! Kartoffelsalat, der nach Minze duftet?! Ich war beim Lesen gleich mehrfach überrascht und sofort neugierig. Genau dafür macht man so eine Blogparade: um zu sehen, auf welche Ideen andere kommen.

Mehr als Wildkräuterliebe: eine echte Passion

Und weißt du, was mich daran am meisten berührt? Es ist nicht nur Minze, die den Namen ihres Business geprägt hat. Es ist die wilde Minze in Wildpeppermint. Und dass Heidrun dann gleich über mehr Rezepte geschrieben hat, als das eine, das gereicht hätte, zeigt mir, wie tief sie tatsächlich mit ihrem besonderen Wildkraut verwurzelt ist. Das ist nicht mehr nur Wildkräuterliebe. Das ist schon Passion.

👉 Heidruns komplette Pfefferminz-Reise mit allen drei Rezepten findest du hier.

Was uns verbindet

Und jetzt schau dir mal an, was da zusammengekommen ist: Pilze, ein Heilmittel, eine gebackene Quiche, ein Likör, ein wildes After-Eight und ein Kartoffelsalat. Sechs Rezepte, so verschieden, dass man kaum glauben mag, dass sie zum selben Thema gehören. Genau das war mein Ziel und ich würde sagen: Ziel erreicht!

Meine Quiche, die ich mir in der Ausbildung erarbeitet und weiterentwickelt habe. Simones Rezepte, die aus ihrer Familie stammen. Heidruns Rezepte, die um ihre Herzenspflanze kreisen. Drei völlig verschiedene Herangehensweisen, drei ganz eigene Geschichten. Und trotzdem verbindet uns alle dasselbe: die Liebe zu wilden Rezepten. Zu dem, was draußen wächst, oft übersehen, oft belächelt und dann doch auf so vielfältige Weise auf unseren Tellern, in unseren Gläsern und in unseren Hausapotheken landet.

Reich beschenkt: einfach nur dankbar

Und weißt du, was ich beim Zusammentragen dieser Beiträge am stärksten spüre? Dankbarkeit. Ich bin so dankbar für meine zwei Teilnehmerinnen und komme mir dabei reich beschenkt vor. Beschenkt mit meinem eigenen Erlebnis, dieser Quiche, die sich mit einer gehörigen Portion Raffinesse in mein Rezepterepertoire geschlichen hat. Beschenkt mit einem Blick in Simones Familienglücksmomente, in Wälder, Pfannen und Generationenrezepte. Und beschenkt mit der Teilhabe an einer ganzen Businessentstehungsgeschichte bei Heidrun.

So unterschiedliche Herangehensweisen und doch vereint uns alle die Liebe zu dem, was draußen wächst. Genau deshalb freue ich mich jetzt schon auf die nächsten Blogparaden. Ich liebe solche Geschichten, in die man eintauchen und mit einer neuen Sicht auf die Dinge wieder auftauchen kann.

Für meine erste Blogparade hätte ich mir keinen schöneren Korb voller Beiträge wünschen können. Danke, liebe Simone. Danke, liebe Heidrun. Ihr habt meinen zarten ersten Versuch mit Leben gefüllt.

Und wie geht’s weiter? Ein kleiner Ausblick

Jetzt darf ich dir noch etwas verraten. Als ich diese Blogparade ins Leben rief, hatte ich nämlich die Qual der Wahl. Meine Newsletter Abonnenten können sich sicher noch an meine Umfrage erinnern. Zwei Themen lagen mir auf dem Herzen, und ich konnte mich einfach nicht entscheiden: Rezepte oder Bastelanleitungen mit Naturmaterialien. Am Ende haben mehr für die Rezepte gestimmt. Aber das andere Thema? Das habe ich nicht verworfen, nur zurückgestellt.

Und bald ist es dran. Meine nächste Blogparade dreht sich um Bastelanleitungen mit Naturmaterialien. Zapfen, Zweige, Blätter, Samen, all die kleinen Schätze, die draußen einfach so herumliegen und darauf warten, zu etwas Schönem zu werden. Die Rezepte hole ich mir bestimmt in ein paar Jahren wieder zurück, keine Sorge. Aber erst kommt das Thema, das so geduldig gewartet hat.

Und du? Hast du vielleicht so eine Bastelidee mit Naturmaterialien, die dir jetzt schon in den Fingern kribbelt? Dann heb sie dir gut auf. Denn wenn ich zur nächsten Blogparade aufrufe, würde ich mich riesig freuen, wenn du diesmal mit dabei bist.

Bis dahin: Let’s cook wild und bald basteln wir wild!

Grüne Grüße

Inga


Bilder

Alle Grafiken sind von mir selbst gestaltet und dürfen nur nach Absprache mit mir von Dritten verwendet werden.

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Wichtige Hinweise

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei ernsthaften Beschwerden oder Erkrankungen wende dich bitte an einen Arzt oder eine Ärztin.

Jeder Mensch bringt andere Voraussetzungen mit und reagiert auf die Pflanzen die uns umgeben ganz einzigartig. Daher sollten Allergiker besondere Vorsicht walten lassen. Grundsätzlich weise ich daher darauf hin, dass der Genuss von Wildpflanzen bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen kann. Wenn du damit noch keine Erfahrung gemacht hast, oder dir unsicher bist, probiere erstmal kleine Mengen aus und beobachte, wie du darauf reagierst. Wenn dein Körper darauf nicht negativ reagiert, kannst du die Portionen von Mal zu mal steigern, bis du dir ausreichend sicher sein kannst, dass du diese ganz besondere Pflanze verträgst.

Alle publizierten Inhalte in diesem Artikel sind sorgfältig recherchiert, in meiner Ausbildung zur Kräuterpädagogin erlernt und nur als Anregung und zur Unterhaltung gedacht. Sie können den Arztbesuch nicht ersetzen, den ich bei körperlichen Beschwerden immer empfehle. Kräuter, Bäume und Pilze, die ich hier vorstelle, sammle und verarbeite ich für den Eigengebrauch. Bei Zweifel oder Unsicherheiten rate ich, sich an Experten, gerne an mich, zu wenden oder im Rahmen einer Wildkräuterwanderung unter Aufsicht des Kräuter- und Pilzkundigen zu sammeln. Im Zweifel stehen lassen.

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